Nachtrag zur Pressefreiheit beim CASTOR 2011

Mittlerweile schärft sich das Bild über die teils eklatanten Brüche der Pressefreiheit durch die Polizei im Wendland. Dort kam es regelmäßig und in einer Vielzahl von Fällen zu schweren Verstößen.

Hier einige Berichte und Quellen, die dies belegen:

 

Pressefreiheit im festen Griff der Polizei

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe KollegInnen,

wir hatten Sie bereits weit im Vorfeld des Castor-Transports angeschrieben und bisher nur eine Rückmeldung bekommen!

Nun in der aktuellen Situation zeigt sich genau das, was wir im Vorweg befürchtet hatten – und noch schlimmer:

  • PressevertreterInnen werden –trotz Sondeakkreditierung– festgehalten und nicht zum Ort des Geschehens durchgelassen.
  • PressevertreterInnen werden durch Polizeibeamte massiv physisch angegangen, geschubst und verprügelt und verletzt.
  • PressevertreterInnen sind Ziel von Angriffen durch die Polizei. In einem nachgewiesenen Fall ist einem Kameramann die Kamera durch einen Schlagstockeinsatz beschädigt worden.
  • PressevertreterInnen werden langfristig arbeitsunfähig gemacht. In einem Fall wurde das Fahrzeug eines Journalisten konfisziert, die komplette Ausrüstung beschlagnahmt.

Hierbei handelt es sich nicht um die berühmten “Einzelfälle” von durchgeknallten PolizistInnen.
Und dies ist erst der Anfang! Der Transport mit hochradioaktivem Atommüll ist noch weit vom Wendland entfernt.
Das ist, was Robert Jungk bereits 1977 als “Atomstaat” beschrieben und damit vorausgesehen hat!

Was wird erst passieren, wenn die so genannten Sicherheitskräfte so richtig in Stress geraten?
Wie geht es erst den Menschen, die noch ungeschützter, ohne Presseausweise, Sonderakkreditierungen ihrem grundrechtlich garantierten Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und Versammlung nachgehen?

Bitte protestieren Sie laut und deutlich gegen diese massiven Grundrechtsbrüche!!!
Warten Sie nicht, bis noch weitere Fakten geschaffen sind, die nicht mehr aus der Welt zu bekommen sind!

Jede verhinderte Berichterstattung, jede/r in ihrer/seiner Arbeit behinderte JournalistIn bildet einen weißen Fleck, in dem sich weitere Grundrechtsverletzungen gegen die Menschen hier in der Region entwickeln!

Neue Studie: Lernen ist mehr als Schule!

Die jüngst veröffentlichte Studie „Deutscher Lernatlas“ der Bertelsmann Stiftung untersucht die unterschiedlichen Lernbedingungen in Deutschland und zeigt detailliert in welchen Bundesländern und Landkreisen verschiedene Lernformen unterschiedlich gut gedeihen.
Besonders interessant ist aus unserer Sicht jedoch die Tatsache, dass die Studie explizit die Bedeutung von informellen Lernkontexten hervorhebt.

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Radio-WorkShop bei den Falken

Radioworkshop Teil 1 am Sonntag 13.11.2011Bei herrlichstem Sonnenschein fand sich an diesem Sonntag ein kleines Grüppchen von begeisterten, zukünftigen RadiomacherInnen ein.

In seinem Vortrag stellte Jürgen Apitzsch die Grundlagen des Radiohandwerks anschaulich dar. Jürgen ist Journalist mit dem Schwerpunkt Medizin, hat jahrelange Erfahrung mit verschiedenen Medien. Sein Steckenpferd ist aber die Radioarbeit. Die prall gefüllten zwei Stunden wurden durch probieren und aufnehmen interessant angereichert, so dass nicht nur die Theorie zu Worte kam, sondern auch das sinnliche Erfahren: Anhand eines kleinen Manuskripts wurde probeweise ein Beitrag über “Hundekot” produziert.

Georg Gunkel-Schwaderer, Bildungsreferent der Falken in Nordniedersachsen: “Das war ein guter, fundierter Einstieg in ein nach wie vor spannendes Medium”. Dies unterstreicht auch das Feedback vom Ehrenamtlichen Falken Stefan: “Das hat wirklich Spaß gemacht und hat mir einen sehr intensiven Einblick in dieses Metier gebracht – Ich freue mich auf Mittwoch.”

Am Mittwoch nämlich gibt es den zweiten, praktischen Teil. Bis dahin haben die TeilnehmerInnen Zeit ihr eigenes Material aufzunehmen. Mit Reportagegerät ausgestattet führen sie in der Zwischenzeit Interviews, nehmen “Atmos” auf, die dann im zweiten Teil des WorkShops zusammengeschnitten und durch eigene Aufsprecher fertiggestellt werden.

CASTOR-Polizei hebelt Pressefreiheit aus

Einmal mehr glänzt die Polizei Lüneburg im Rahmen des diesjährigen Transports hochradioaktiver CASTORen nach Gorleben mit massiven Grundrechtseinschränkungen. Schon im Vorfeld deutet sich das an und auch diesmal soll die Pressefreiheit massiv eingeschränkt werden.
Der heutigen Pressemitteilung der Polizei ist zu entnehmen:
Ohne die so genannte “freiwillige Akkreditierung” im Ausnahmegebiet Wendland müssten JournalistInnen
“… jedoch damit rechnen, dass im Einzelfalle zur Überprüfung ihrer Presseausweise
ein Polizeisprecherteam von den Einsatzbeamten gerufen wird und hierdurch unter
Umständen Wartezeiten entstehen”.
Außerdem sei
die Akkreditierung grundsätzlich Voraussetzung für die Teilnahme an Pressekonferenzen der Polizei in Räumlichkeiten der Polizei
Die Polizei bedient sich (im Übrigen ohne Quellenangabe!) zur Begründung dieser Sonderakkreditierung eines Textes, der der Online-Enzyklopädie “Wikipedia” entnommen ist. Dabei unterschlägt sie einen entscheidenden Halbsatz. Während im Wikipedia-Artikel begründet wird:
Eine gesetzliche Regelung über die Ausstellung von Presseausweisen gibt es in
Deutschland nicht, da diese die im Grundgesetz garantierte Pressefreiheit einschränken
würde.
wird der zweite Halbsatz in der Presseerklärung der Polizei Lüneburg einfach weggelassen. Der verbleibende Stummel wird zur Begründung verwendet, die Voraussetzungen zur Erteilung eines Presseausweises anzuzweifeln.
Daraus werden die oben genannten Konsequenzen in der Behandlung von JournalistInnen abgeleitet, die sich auf die Sonderregelungen durch die Polizei nicht einlassen und ihrer freien Berufsausübung nachgehen.


Wir bitten Sie, als VertreterInnen von Medienverbänden, sich öffentlich und mit Nachdruck gegen diese Form der massiven Einschränkung von Grundrechten –und damit auch der Pressefreiheit– gegenüber der Polizei Lüneburg auszusprechen.
Es kann nicht sein, dass die Polizei kontrolliert, wer journalistisch tätig ist – umgekehrt: JournalistInnen kontrollieren das, was die Polizei im Ausnahmegebiet macht!
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Die Presseerklärung der Polizei Lüneburg finden Sie unter der folgenden URL:

Ergebnisse der Sommerferien-WorkShops nun online

Zwei Wochen sind die Sommerferien nun erst alt und schon liegen 2 tolle Ergebnisse dieser beiden Arbeitswochen vor:

  1. Der Spielfilm “Glück im Unglück”, der von 14 Kindern aus Bendestorf gedreht wurde. Dieser WorkShop fand im Rahmen des diesjährigen Sommerferienprogramms von Jugend aktiv. e.V. in Bendestorf statt.
  2. Das Hörspiel “Die Finsterwaldschule” wurde von 11 Kindern aus der Gemeinde Rosengarten ersonnen, in Form gebracht und umgesetzt. Dieses Hörspiel ist erst vorgestern fertig geworden und steht heute schon für Euch bereit!

An alle Mitwirkenden aus den beiden WorkShops: Vielen Dank für Euer tolles Engagement. Das waren für uns von der Mobilen Medienarbeit zwei sehr erfüllte und schöne Wochen mit Euch!!! Wir freuen uns schon auf die nächsten Filme, Hörspiele, Dokus, Webseiten und was man noch alles so machen kann, mit EUCH!!!

Rosengarten im Sommer

Ganz stetige Medienarbeit findet im Landkreis Harburg statt. Das ist etwas Besonderes!
Und so dürfen wir auch in diesem Jahr zum 10. Mal in acht Jahren  wieder mit Euch zusammen arbeiten.

Das freut uns ungemein, waren doch in der langen Zeit alle Medienprojekte immer absolute Highlights!!!
Ob Film, ob Hörspiel, ob Web-Seiten-Gestaltung oder Musik-WorkShop – fast alles war dabei…

Und in diesem Jahr?
Das wird in diesen Tagen festgelegt… Und wir können es bald hier veröffentlichen.

In jedem Fall wird es wieder ein “Knaller”! Wir freuen uns riesig auf Euch – in Rosengarten!!!

So viel steht fest:
Der WorkShop wird stattfinden von Montag, dem 18. Juli bis 22. Juli, voraussichtlich in Klecken oder im JUZ Nenndorf. Wir beginnen täglich um 10:00 Uhr und verabschieden uns schweren Herzens um 16:00 Uhr…

Schaut ab und zu mal hier vorbei! Sobald wir etwas Neues erfahren, erscheint es hier…

Bis bald
Euer MOBiRED-Team

Bendestorf calling…

Yes, we can…

Auch in diesem Jahr dürfen wir uns wieder freuen: jugend aktiv e.V. in Bendestorf veranstaltet wieder einen Video-WorkShop für ab 10-jährige im Makens-Huus, in dem auch das legendäre Film-Museum Bendestorf ansässig ist. Ein toller Ort mit richtigem Film-Flair!!!
Und noch etwas tolles: In diesem Jahr haben wir sogar noch einen Tag länger!!! Nachdem wir uns schon im letzten Jahr von drei auf vier Tage verbessert haben, hat sich jugend aktiv e.V. nochmals ganz dolle angestrengt und mit viel Engagement einen fünften Tag organisiert!!! Ganz großen Dank.

Also, dieses Jahr sind wir von Montag, dem 11. Juli bis Freitag, den 15. Juli bei Euch!
Der WorkShop beginnt jeden Tag um 10:00 Uhr und endet um 16:00 Uhr.

Hier könnt Ihr das gesamte Ferienprogramm von jugend aktiv e.V. herunterladen
Und hier gibt es die “Einverständniserklärung” zur Veröffentlichung des Films

Engagierte Schüler drehen Werbefilme

Viel geschafft haben die SchülerInnen der Klasse 8a der Hauptschule Stadtmitte in Lüneburg. Auf dem Stundenplan stand nämlich nicht der übliche Fächerkanon, sondern das Medienprojekt “Werbefilm”, das von ihren Klassenlehrern, Nicola Meßner und Stefan Tretow-Zimmermann, sowie der Schulsozialarbeiterin Steph Owsinski, vom VSE vorbereitet und geplant wurde.
Ihr Engagement in der Planung war ein Spiegel des Engagements der SchülerInnen, denn die waren vom ersten Tag des WorkShops an mit Herz und Verstand bei der Sache.

Seit dem zweiten Tag, in zwei unabhängig von einander arbeitenden Gruppen, ging es dann zu Sache. Es wurden aktuelle Werbefilme geschaut, analysiert und Schlüsse für die eigene Arbeit daraus gezogen. Die Schule wurde einmal mit anderen Augen gesehen und diese neue Sicht ins Konzept zum gemeinsam entwickelten Arbeitstitel “Hauptschule Stadtmitte – lebendige Schule am Wasserturm” und “Hauptschule Stadtmitte – was sonst?” gegossen.

Nach der Ideenentwicklung für den eigenen Werbefilm wurde daraus ein Drehbuch, was dann am 3. Projekttag in leibhaftige Bilder umgesetzt wurde. Dabei konnte eine der beiden Teilgruppen zwei 5. Klassen für sich gewinnen, die dann –wie die Profis– die Lebendigkeit in die Bilder zauberten. Regieanweisungen, die Klappe und das wirkliche Leben prägten nun die Kulisse des Schulhofes. Eine weitere Besonderheit zeichnete die Arbeit dieser Gruppe aus: die Begleitmusik wurde von zwei der FilmemacherInnen selbst komponiert und im schuleigenen Profi-Musikstudio aufgenommen!

Auch die zweite Gruppe glänzte durch eine pfiffige Filmidee und deren Umsetzung: Ihr “roter Faden” ist ein Ball, der durch viele Bereiche des Schulgebäudes rollt, fliegt oder hüpft und dabei einen genialen Überblick über die Schule bietet, bis er dann schließlich (virtuell) auf den Wasserturm geschossen wird und dort von der Gruppe der Akteure aufgefangen wird. Einfach eine geniale Idee!

Am Freitag konnten dann alle Akteure ihr jeweiliges Produkt stolz auf der Leinwand der Aula bestaunen.

In Kürze werden dann beide Produkte bei Youtube eingestellt und veröffentlicht. Hier auf der Seite der Mobilen Medienarbeit werden sie dann auch eingebettet und zu bestaunen sein!!!
Dank verdienen aber auch die lokalen Medien, die dieses Projekt so umfassend in die öffentliche Wahrnehmung gebracht haben. Vor allem bedanken wir uns bei Radio ZuSa und dem Redakteur Matthias Dworschak, der uns den obigen Radiobeitrag zur Veröffentlichung freigegeben hat!

Aber natürlich sollen auch die Förderer dieses Projektes hier einen besonderen Dank erhalten:
Die Hebrok-Stiftung und das Programm Xenos machten es finanziell erst möglich

–Einen ganz herzlichen Dank dafür–

 

Alle Fotos: © 2011 – Philippe Bulasch / Steph Owsinski

Wir drehen einen Werbefilm…

Das können rund 25 SchülerInnen der Hauptschule Stadtmitte in Lüneburg in knapp zwei Wochen von sich behaupten. Denn am Montag, dem 16. Mai startet in ihrer Schule ein WorkShop der besonderen Art. Ohne besondere Vorkenntnisse werden sie in zwei Teilgruppen je einen Werbe-Clip über ihre Schule drehen. Dabei werden sie vom Team der Mobilen Medienarbeit vom Kennenlernen der Grundlagen der Werbefilme, über die Technik (Kamera, Ton, Licht) an die Ideenentwicklung begleitet.
Anschließend können sie ihr neu erworbenes Wissen gleich in die Praxis umsetzen, wenn es heißt: “Kamera läuft, Ton läuft – Szene 1, Take 1”.

Das von den SchülerInnen nach ihren Ideen produzierte Rohmaterial werden sie in den letzten Tagen des Projektes selbst am Schnittcomputer schneiden, nachvertonen und für die Präsentation als Youtube-Video finalisieren.

Es liegen also spannende, unterhaltsame und bestimmt auch lustige Tage vor der Klasse 8a!!!

Wir freuen uns auf Euch…

Übrigens: Das Team der Mobilen Medienarbeit wird bei diesem Projekt personell verstärkt durch die Freelancer Claus Bietz, Philippe Bulasch und Kirsa Weidemann.