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Bitte schreiben Sie uns einen Kommentar und teilen uns mit, was Sie vom Aus der Mobilen Medienarbeit halten! Vielen Dank!
Mai 02
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Mai 16
Das Aus der Mobilen Medienarbeit reiht sich ein in das existenzielle Sterben der außerschulischen Jugend(verbands)arbeit in Niedersachsen. Die Schlagzeilen der letzten Monate, nur aus Lüneburg: Feuerwehr Ochtmissen vor dem Aus, Jubi Neetze vor dem Aus, MTV und VfL leiden an extremem Mitgliederschwund, sowie an der Inkompatibilität des Systems Schule– und nun eben auch noch die Mobile Medienarbeit des Jugendverbands SJD-Die Falken.
Jugend wird vor allem als Wirtschaftsfaktor wahrgenommen. Formale Bildung soll sie möglichst pfeilförmig anspitzen, damit sie nahtlos verwertbar wird. Jugend scheint offenbar nicht mehr als selbstverständlich zu begleitende Phase, sondern wenn überhaupt als Störfaktor wahrgenommen.
Und Bildung? Der Begriff wird fast ausschließlich mit dem System Schule identifiziert. Die Bildungsforschung legt da eindeutige Zahlen vor: rund 70% des Gelernten wird gerade NICHT durch formale Bildung gewonnen (1), sondern durch informelle und durch Gelegenheitsstrukturen erzeugte Bildungsprozesse, wie sie seit je her, selbstverständlich und leider weit unterschätzt in Vereinen und Jugendverbänden gelebt wird.
Aber das ist ja zu wenig messbar und nur durch aufwändige Studien belegbar. Da ist es schon einfacher mit der schulischen Exessiv-Testerei nach PISA und IGLU.
Bei der niedersächsischen Schulpolitik handelt es sich deswegen eben auch nicht um Bildungspolitik, weil sie die essentiellen Bildungsbereiche an die Wand fährt. Vereine und Jugendverbände werden Stück für Stück ausgetrocknet, durch die Streichung von Ressourcen aber eben auch durch eine völlig verfehlte Schulpulitik, die es versäumt dieses System zu öffnen und für den äußerst starken Bereich der informellen Bildung kompatibel zu werden.
Immer mehr Jugendverbände ziehen sich aus dem System Schule, dem Nachmittagsbereich wieder zurück. Die mäßige Euphorie wenigstens im Nachmittagsbereich der Schulen noch die Kinder und Jugendlichen anzutreffen und mit ihnen so etwas ähnliches, wie verbandliche Jugendarbeit leben zu können, ist der Frustration gewichen, eben keine Rahmenbedingungen anzutreffen, wo die Seele der Jugendarbeit aufscheinen kann. Ein wichtiges Element der verbandlichen Jugendarbeit ist die Selbstbestimmung, die eingeübt und ausprobiert werden kann – die geht aber nur freiwillig und nicht in akademischen Lernsettings.
Und so darf man sich nicht wundern, wenn das ehrenamtliche Engagement zwar insgesamt steigt, aber bei Jugendlichen stark gesunken ist. Wann soll sich das denn auch entfalten, wenn die Schule sich wie ein Hefeteig über den ganzen Tag ausdehnt? Und mal von der Maulerei der Wirtschaft ganz zu schweigen… Von wegen „soft skills“ und „Kopfnoten“… Wo sollen die herkommen, wenn nicht im sozialen und freiwilligen Zusammenschluss von Kindern und Jugendlichen. Und bitte keine Beschwerden darüber, dass immer mehr Kinder ihre bescheidenen Freizeithäppchen vor dem Rechner verbringen! Womit wir wieder bei Medienkompetenz wären. Aber die braucht ja Zeit und Geld…
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(1) Faure-Kommission der UNESCO: 70% der Lernprozesse eines Menschen sind informell!
Dieser Leserbrief ist (gekürzt) erschienen in der Landeszeitung vom 12./13. Mai 2012
Mrz 16
Aufruf der Initiative: “Neue deutsche Medienmacher” (Für mehr Vielfalt in den Medien). Vielleicht macht ja das ein oder andere Medium mal davon Gebrauch…
Strukturelle Diskriminierung an deutschen Schulen – kein Thema für Deutschlands Medien?
Der aktuell veröffentlichte „Chancenspiegel“ der Bertelsmann-Stiftung und des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund haben der Republik einmal mehr vor Augen geführt, dass die soziale Herkunft eines Kindes erheblichen Einfluss darauf hat, ob es nach der Grundschule in Deutschland auf ein Gymnasium geht oder nicht, oder ob es gar auf der Förderschule landet und abgehängt wird. Was dabei oft nur als ein Aspekt zur Sprache kommt und selten explizit skandalisiert wird: Kinder mit ausländischer Herkunft sind davon besonders und seit langem betroffen. Wir möchten daher als Neue Deutsche Medienmacher dazu aufrufen, diesen lautlosen, alltäglichen Skandal in unserem Land nicht einmal mehr in der Schublade verschwinden zu lassen – die institutionelle Diskriminierung im deutschen Schulwesen.
Jan 27
Einmal “on air” gehen wollten 12 FÖJlerInnen (Freiwilliges Ökologisches Jahr) vorgestern in ihrer Schulung in Aurich.
Dazu erfuhren sie eine Menge theoretisches Basiswissen zum Thema Öffentlichkeitsarbeit und alles rund um’s Thema Radio. Seit wann gibt es dieses Medium? Wie und warum hat es so einen Boom erlebt? Und wie ist es im Zeitalter der digitalen Medien um diesen Kommunikationsweg bestellt?
Das Highlight des eintägigen WorkShops war allerdings der Praxisteil, in dem die jungen Erwachsenen lernten, wie ein Kurzfeature aufgebaut ist, was sie beachten sollten – und vor allem, wie man einen spannenden, abwechslungsreichen Beitrag selbst machen kann.
Hintergrund dieses ungemein engagierten Tages ist eine regelmäßige Schulung aller FÖJlerInnen in Niedersachsen, die von der Alfred-Töpfer-Stiftung (NNA) ausgerichtet und gefördert wird. Und diesmal war die Mobile Medienarbeit der Falken gefragt. Die jungen Erwachsenen haben in ihren Einsatzstellen meist auch einen Anteil ihrer Tätigkeit für Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen, rein nach dem Motto “Tu’ was gutes und sprich darüber”…
Wir resümieren: Auch wenn es nur ein medienaktiver Tag war, war es doch eine sehr gelungene Veranstaltung mit 12 überaus engagierten jungen Menschen! Vielen Dank!
Dez 12
Mittlerweile schärft sich das Bild über die teils eklatanten Brüche der Pressefreiheit durch die Polizei im Wendland. Dort kam es regelmäßig und in einer Vielzahl von Fällen zu schweren Verstößen.
Hier einige Berichte und Quellen, die dies belegen:
Nov 26
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe KollegInnen,
wir hatten Sie bereits weit im Vorfeld des Castor-Transports angeschrieben und bisher nur eine Rückmeldung bekommen!
Nun in der aktuellen Situation zeigt sich genau das, was wir im Vorweg befürchtet hatten – und noch schlimmer:
Hierbei handelt es sich nicht um die berühmten “Einzelfälle” von durchgeknallten PolizistInnen.
Und dies ist erst der Anfang! Der Transport mit hochradioaktivem Atommüll ist noch weit vom Wendland entfernt.
Das ist, was Robert Jungk bereits 1977 als “Atomstaat” beschrieben und damit vorausgesehen hat!
Was wird erst passieren, wenn die so genannten Sicherheitskräfte so richtig in Stress geraten?
Wie geht es erst den Menschen, die noch ungeschützter, ohne Presseausweise, Sonderakkreditierungen ihrem grundrechtlich garantierten Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und Versammlung nachgehen?
Nov 23
Die jüngst veröffentlichte Studie „Deutscher Lernatlas“ der Bertelsmann Stiftung untersucht die unterschiedlichen Lernbedingungen in Deutschland und zeigt detailliert in welchen Bundesländern und Landkreisen verschiedene Lernformen unterschiedlich gut gedeihen.
Besonders interessant ist aus unserer Sicht jedoch die Tatsache, dass die Studie explizit
die Bedeutung von informellen Lernkontexten hervorhebt.
Nov 13
Bei herrlichstem Sonnenschein fand sich an diesem Sonntag ein kleines Grüppchen von begeisterten, zukünftigen RadiomacherInnen ein.
In seinem Vortrag stellte Jürgen Apitzsch die Grundlagen des Radiohandwerks anschaulich dar. Jürgen ist Journalist mit dem Schwerpunkt Medizin, hat jahrelange Erfahrung mit verschiedenen Medien. Sein Steckenpferd ist aber die Radioarbeit. Die prall gefüllten zwei Stunden wurden durch probieren und aufnehmen interessant angereichert, so dass nicht nur die Theorie zu Worte kam, sondern auch das sinnliche Erfahren: Anhand eines kleinen Manuskripts wurde probeweise ein Beitrag über “Hundekot” produziert.
Georg Gunkel-Schwaderer, Bildungsreferent der Falken in Nordniedersachsen: “Das war ein guter, fundierter Einstieg in ein nach wie vor spannendes Medium”. Dies unterstreicht auch das Feedback vom Ehrenamtlichen Falken Stefan: “Das hat wirklich Spaß gemacht und hat mir einen sehr intensiven Einblick in dieses Metier gebracht – Ich freue mich auf Mittwoch.”
Am Mittwoch nämlich gibt es den zweiten, praktischen Teil. Bis dahin haben die TeilnehmerInnen Zeit ihr eigenes Material aufzunehmen. Mit Reportagegerät ausgestattet führen sie in der Zwischenzeit Interviews, nehmen “Atmos” auf, die dann im zweiten Teil des WorkShops zusammengeschnitten und durch eigene Aufsprecher fertiggestellt werden.
Nov 08
“… jedoch damit rechnen, dass im Einzelfalle zur Überprüfung ihrer Presseausweiseein Polizeisprecherteam von den Einsatzbeamten gerufen wird und hierdurch unterUmständen Wartezeiten entstehen”.
“die Akkreditierung grundsätzlich Voraussetzung für die Teilnahme an Pressekonferenzen der Polizei in Räumlichkeiten der Polizei“
“Eine gesetzliche Regelung über die Ausstellung von Presseausweisen gibt es inDeutschland nicht, da diese die im Grundgesetz garantierte Pressefreiheit einschränkenwürde.“
Jul 24
Zwei Wochen sind die Sommerferien nun erst alt und schon liegen 2 tolle Ergebnisse dieser beiden Arbeitswochen vor:
An alle Mitwirkenden aus den beiden WorkShops: Vielen Dank für Euer tolles Engagement. Das waren für uns von der Mobilen Medienarbeit zwei sehr erfüllte und schöne Wochen mit Euch!!! Wir freuen uns schon auf die nächsten Filme, Hörspiele, Dokus, Webseiten und was man noch alles so machen kann, mit EUCH!!!
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