logo

mobile-medienarbeit

Medienkompetenzförderung in Nordniedersachsen

Archive for the 'Falken' Category

Video im Zeltlager: Der Film zum CAMP

21. Mai 2010


Mitte Mai kamen im Niedersächsischen Langeleben bei Königslutter rund 250 HelferInnen für 5 Tage zusammen, um an den zahlreich angebotenen WorkShops im Großzeltlager teilzunehmen.
Die Arbeitsgruppen richteten sich an HelferInnen im Zeltlager oder in der Kinder- und Jugendgruppe. Die Themenpalette reichte von A wie Arbeiten mit Kindern, über F, wie Falkenkultur und Finanzen über R wie Radio machen im Zeltlager bis Z wie Zeltlagerorganisation ab.

Das Arbeitsergebnis des Video-WorkShops kann hier nun bestaunt werden. Die 8 Filmschaffenden im Alter zwischen 16 und 24 Jahren hatten die Aufgabe, DAS CAMP filmerisch zu begleiten. Herausgekommen ist eine “etwas andere” Dokumentation, die zeigt, wie intensiv die Akteure des Video-WorkShops sich mit ihrem Auftrag auseinander gesetzt haben.
Das Video entstand von der ersten Idee über einen entwickelten Leitfaden und das Filmen bis zum Schnitt und der Präsentation am letzten Abdend im Festzelt in Eigenregie der jugendlichen Akteure. Das Team der Mobilen Medienarbeit in Nordniedersachsen unterstützte die Akteure medienpädagogisch und -technisch.

Posted in Falken, Medienarbeit, Politik, Projekte | Kein Kommentar »

Landesjugendring fordert mehr Engagement für Medienarbeit

23. März 2010

Unter dem Titel “Chancen der Medienpolitik und Medienpädagogik nutzen” fordert die 33. Vollversammlung des Niedersächsischen Landesjugendrings eine deutliche Stärkung des öffentlichen Engagements in Bezug auf die Förderung der Medienkompetenz.

Zitatauszug:

Der Landesjugendring Niedersachsen fordert konkret:
  • Der Erwerb von Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen muss in der schulischen und außerschulischen Bildung fester Bestandteil sein. Dabei geht es weniger um das Vermitteln von technischen Fertigkeiten. Kinder und Jugendliche müssen lernen können, Informationen zu erschließen und zu bewerten. Sie müssen Potenziale vielfältiger Medientypen erkennen und sie gestalten können.
  • Lehrkräfte, Erzieher-innen und in der Jugendarbeit Tätige brauchen mehr Angebote für ihre medienpädagogische (Weiter-) Qualifizierung, die staatlich gefördert werden müssen. In der Ausbildung von hauptund ehrenamtlichen Mitarbeitenden im schulischen und außerschulischen Jugendhilfebereich muss Medienpädagogik einen höheren Stellenwert bekommen. Auch Eltern müssen in die Lage versetzt werden, das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen medienkompetent zu begleiten.
  • Es ist notwendig, dass Kinder und Jugendliche unabhängig vom Wohnort und der sozio-ökonomischen Situation kostenfreien Zugang zum Internet haben. Der Ausbau der Breitbandnetze – vor allem im ländlichen Raum und in strukturschwachen Gebieten – muss deutlich vorangetrieben werden, damit ein flächendeckender, angemessen schneller Zugang zum Internet gewährleistet ist.
  • Beim Zugang zu Informationen spielen Massenmedien wie Hörfunk und Fernsehen nach wie vor eine große Rolle. Im dualen System hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk – gebührenfinanziert – eine wichtige neutrale Rolle in der Demokratie, weil er unabhängig informieren kann. Das betrifft auch die Internetpräsenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die nicht eingeschränkt werden darf. Vielmehr ist es Aufgabe und Pflicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – gerade im Interesse junger Menschen – bereits erstellte Beiträge in Form eines Wissensarchivs dauerhaft zur Verfügung zu stellen. Aus Sicht des Landesjugendrings ist jedoch das Modell der Gebührenfinanzierung zu reformieren.
  • Über die Berichterstattung in Funk, Fernsehen und Printmedien hinaus bietet das Internet die Möglichkeiten der Beteiligung. Es durchbricht das klassische Sender-Empfänger-Schema der Medien. Die entsprechenden Elemente zum Mitmachen, Einmischen und Gestalten im Internet können unabhängig von Ort und Zeit zur Verfügung  stehen. Auch für die Jugendverbände ergeben sich dadurch neue Möglichkeiten der Interaktion, die es zu nutzen gilt.
  • Die Bedeutung sozialer Netzwerke für die Jugendlichen macht es notwendig, junge Menschen für den verantwortungsbewussten Umgang mit ihren persönlichen Daten und den Persönlichkeitsrechten Dritter zu sensibilisieren. Durch die vielen Jugendleiter-innen, die ebenso „digital natives” sind wie die Kinder und Jugendlichen, stehen der Jugendarbeit andere Zugänge zur Verfügung als z.B. Lehrer-inne-n und Eltern. Für die Jugendarbeit bieten sich dadurch medienpädagogische Möglichkeiten, die keine andere Sozialisationsinstanz bieten kann; diese Chancen gilt es zu nutzen.  Darüber hinaus sollten die Verantwortlichen in der Jugendarbeit den Dialog mit Anbietern der Netzwerke suchen. Ziel des Dialogs muss sein, dass Anbieter sozialer Netze hohe Standards bei den Persönlichkeitsrechten, im Datenschutz und im Umgang mit Gefahren für Nutzer-innen einhalten.
  • Es existiert eine Vielzahl medienpädagogischer Projekte mit unterschiedlichem Fokus. Entscheidend ist, dass Angebote, um wirksam sein zu können, auf Nachhaltigkeit angelegt sein müssen: Sie müssen über Projekte hinausgehen und in bestehende Bildungspläne integriert werden. Medieninitiativen, -institutionen und -projekte freier Jugendverbände müssen vorrangig gefördert werden. Ihnen ist der Vorrang vor kommerziellen Angeboten einzuräumen.
  • (…)
  • Jugendmedienschutz ist richtig und wichtig. Medieninhalte und -formen müssen altersgerecht aufbereitet und angeboten werden. Medien für Kinder sollten werbefrei sein. Kinder und Jugendliche müssen in die Lage versetzt werden, ein reflektiertes Nutzer-innenund Verbraucher-innenverhalten zu erlernen.
  • Der Jugendmedienschutz darf nicht durch immer restriktivere Regelungen umgesetzt werden, die die Partizipation junger Menschen an Online-Angeboten und die Gestaltung eigener Webangebote erschweren oder unmöglich machen. Medienkompetenz lässt sich nicht durch das Verbieten von Angeboten erlernen, vielmehr ist die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen notwendig. Die im Arbeitsentwurf vom 07.12.2009 zur Änderung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags vorgesehenen Regelungen entsprechen weder den Erfordernissen eines kompetenzorientierten Jugendschutzes noch den Prinzipien demokratischer und freiheitlicher Kommunikation in einer zukunftsfähigen Welt. Sie bedürfen einer grundlegenden Korrektur.
(Hervorhebungen zum Teil im Original)
Wir schließen uns, als in Niedersachsen ansässige Mobile Medienarbeit, diesen Forderungen an. Sie bekräftigen, nun auf Landesebene, eindeutig unsere, seit Jahren erhobenen Forderungen!

Posted in Allgemeines, Falken, Förderungen, Medienarbeit, Multiplikatoren/Eltern, Politik, Projekte | Kein Kommentar »

Prof. Kurt Singer tot!

27. Oktober 2009

Prof. Kurt Singer
Mit tiefem Bedauern mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass Prof. Kurt Singer bereits Mitte September verstorben ist.

Prof. Singer, der noch im April diesen Jahres auf Einladung der Bildungsinitiative “Sinn e.V.” viele LüneburgerInnen mit seinem Vortrag zum Thema “Humane Schule” tief berührte verstarb im Alter von 80 Jahren gestorben.

Einige Monate vor seinem Tod erschien sein neuestes Buch “Die Schulkatastrophe”, in der Kurt Singer den Pisa-Schock und die daraus gezogenen völlig katastrophalen Konsequenzen beschreibt.

Wie wir es besser machen könnten, kann man auf den Seiten von Kurt-Singer nachlesen. Allerdings sind seine Bücher natürlich umfassender und sehr beeindruckend ist der Lüneburger Vortrag, zum Hören, als PodCast, aufgenommen und geschnitten von “inklusive menschenrechte“.

Posted in Allgemeines, Falken, Medienarbeit, Multiplikatoren/Eltern, Politik | Kein Kommentar »

Handyaktivitäten und Handyclipwettbewerb „Ohrenblick mal!“

10. September 2009

Schon im fünften Jahr veranstaltet das JFF den Handyclipwettbewerb „Ohrenblick mal!“ gemeinsam mit Lizzynet.de und Jugend online. Bundesweit haben Jugendliche die Möglichkeit, mit selbst produzierten Clips ihre Kreativität zu zeigen. Gesucht werden Clips, die das Motto „nah dran“ am außergewöhnlichsten umsetzen: Wie oder wo lassen sich mit dem Handy neue Blickwinkel auf- oder einnehmen, die nah am Geschehen sind? Die Filme dürfen nicht länger als zwei Minuten sein und die Teilnehmenden müssen die Rechte am verwendeten Material besitzen. Upload-Schluss ist der 15. Oktober 2009 auf www.ohrenblick.de. Weitere Infos zum Wettbewerb gibt’s im Netz. Hier können die Teilnehmenden ihre Clips per Upload einreichen und die Beiträge Anderer kommentieren. www.jff.de

Posted in Allgemeines, Falken, Förderungen, Medienarbeit | Kein Kommentar »

Kinderrechte bleiben Nebensache in Niedersachsen

7. Mai 2009

Lüneburg. [gög] “Heute ist ein guter Tag für die Kinder in Niedersachsen” freute sich SPD-Fraktionsvize Uwe Schwarz im Niedersächsischen Landtag, nachdem vorgestern einzelne Kinderrechte in die Landesverfassung aufgenommen wurden.

“Dies ist ein lange überfälliger Schritt“ sagt Georg Gunkel-Schwaderer, der als Bildungsreferent in einem Medienprojekt der SJD – Die Falken in Lüneburg tätig ist. „Und das Land Niedersachsen ist damit schon einen Schritt weiter als z.B. die Bundesregierung, die sich zu einem solchen Vorstoß noch nicht durchringen konnte!“ 

Leider werden nur einzelne Rechte für Kinder aus der UN-Kinderrechtskonvention herausgepickt. Stellt man sich die UN-Kinderrechtskonvention als Haus vor, so ruht das Dach dieses Hauses (Das „Kindswohl“) auf drei Säulen: dem Schutz, der Förderung und der Beteiligung. „Sich mit dem Schutzgedanken immer nur eine der drei Säulen herauszugreifen bringt das Haus zum Kippen“, so Gunkel-Schwaderer weiter.

Damit bleibt also auch das Land Niedersachsen weit zurück hinter einer umfassenden Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention, wie sie der Kinder- und Jugendverband SJD – Die Falken fordert. Der Verband setzt sich schon seit über 100 Jahren gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen für deren Interessen und Bedürfnisse ein. David Engelskirchen, Vorsitzender des Bezirksvorstands der Falken in Hannover ist überzeugt: „Der Ausbau der Beteiligungsrechte von jungen Menschen bringt einen gesellschaftlichen Wandel mit sich!“ Kinder, die früh gelernt haben, sich eine eigene Meinung zu bilden, fordern auch andere Rechte ein! Deshalb bedeutet die Stärkung der Beteiligung auch gleichzeitig eine Stärkung aller anderen Kinderrechte. „Sich aber ausschließlich auf den Schutz der jungen Menschen zu fokussieren, greift zu kurz, Engelskirchen weiter!“

Für die Falken geht es also aber um mehr: Die Umsetzung des Rechts auf bestmögliche Entfaltung der Persönlichkeit, um die Entwicklung der Fähigkeiten jedes Einzelnen Kindes zum Beispiel. Kinder müssen umfassend an gesellschaftlichen Entwicklungen beteiligt werden. 

Gleichzeitig arbeitet beispielsweise hier in der Region die Mobile Medienarbeit „MOBiRED“ des Jugendverbandes. Sie tragen dazu bei, Beteiligungsrechte von Kindern, hier etwa das Recht auf Zugang zu Informationen und den Umgang mit Medien umzusetzen (siehe auch Art. 13 und Art. 17 der UN-Kinderrechtskonvention). Diese Arbeit bleibt vom Land bisher gänzlich ungefördert und ist permanent dem Überlebenskampf ausgesetzt. (siehe Pressemitteilung vom 05.05.09)  

Aber das ist nichts Neues, wenn es um Kinder und Kinderleben geht: Kinder- und Jugendarbeit kostet Geld und braucht personelle Ressourcen. Diese Leistungen sind vom Gemeinwesen zu tragen. „Kinderrechte gibt es nicht zum Nulltarif!“ gibt Philippe Bulasch, Leiter des Projektes „Kinderleben findet Sta(dt)t“ zu bedenken. „Wir fordern das Land Niedersachsen auf, nicht auf einem Drittel des Weges stehen zu bleiben, sondern den Sonntagsreden von der Kinderfreundlichkeit dieses Landes Taten folgen zu lassen. Kinderrechte sind nicht aufteilbar!“ fasst Bulasch die Kritik zusammen.

 

Hintergrund: 

Wie umfassende Beteiligung geschehen kann und wie es funktioniert, zeigen die Falken in ihrem Verbandsalltag: Im vergangenen Jahr fand ein europaweites Kinderrechte-Camp in der Nähe von Köln statt, bei dem Kinder ihre Vorstellungen von ihrer Welt entwickelten und nun auf verschiedenen Medien – unter anderem auf einer Informations-DVD –  präsentieren.

 

Weitere Informationen:

http://www.wir-falken.de/ 

 

Weiterlesen regional: 

http://www.mobile-medienarbeit.de/ 

http://www.kinderrechte-lüneburg.de

(Das jüngste Beispiel für gelungene Medienarbeit und Beteiligung von Kindern im kommunalen Kontext: Das Kinderrechteportal für die Region Lüneburg. Hier sind Kinder aus  Lüneburg dabei, ihre Lebenswelt auf die Umsetzung der Kinderrechte hin zu untersuchen. Als Kinderrechts-Detektive überprüfen die sechs- bis zehn-Jährigen ihre Stadt auf Kinderfreundlichkeit.)

http://spielplatztest.falken-nordniedersachsen.de/

Posted in Allgemeines, Falken, Förderungen, Politik | Kein Kommentar »

Kommentar: Förderung der Medienkompetenz in Niedersachsen – Fehlanzeige!

5. Mai 2009

Es ist doch ein Kreuz!

Vergleicht man die medienpädagogische Situation in Niedersachsen und hier vor allem die Förderung der Medienarbeit, mit der in anderen Bundesländern, muss man dem Land Niedersachsen leider bescheinigen, dass es in der Fläche ein Entwicklungsland ist.

Medienpädagogische Initiativen, wie die Mobile Medienarbeit “digilog ‘n’ media” unseres Jugendverbandes SJD-Die Falken stehen weit und breit allein im Feld der Jugendarbeit dar. Einige wenige Initiativen gehen von Jugendzentren aus, die Angebote nehmen sich eher als “Highlights” im normalen Programm aus.

Einen landesweiten Kinder- und Jugendförderplan, der diesen Namen verdient und vor allem auch Medieninitiativen, als verbindlichen Teil der Jugend- und Jugendverbandsarbeit fördert sucht man vergebens. Einzig die Integration von Informatik und rudimentären Medienelementen im System Schule wird mit mäßigem finanziellen Anreiz gefördert.

Qualifizierte Fort- und Weiterbildung von LehrerInnen in diesem immer zentraler werdenden Bereich sind nicht an der Tagesordnung.

 

Digitale Spaltung der Gesellschaft – in Niedersachsen perfekt vorbereitet

Man könnte meinen, die Niedersächsische Landesregierung habe noch nie von der Digitalen Spaltung der Gesellschaft [digital devide] gehört oder schätze diese drohende Gefahr für einen großen Teil der Bevölkerung eher als Nebensache ein.

Tatsache ist aber, dass sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen zusehens ins Hintertreffen geraten. Konzepte und Ansätze hier etwas zu ändern gibt es viele. Aber es muss dafür staatlicherseits Geld in die Hand genommen werden. Und genau daran hapert es in Niedersachsen.

Während in Nordrhein-Westphalen die Zeichen der Zeit erkannt wurden und dieses Bundesland zu einem Mekka der Medienkompetenzförderung wurde, schlummert Niedersachsen zwischen bäuerlicher Landwirtschaft und VW-Gesetz.

Jugendliche und vor allem deren Mediennutzung scheint immer nur auf den Plan zu geraten, wenn einmal wieder ein Erfurt, Emsdetten oder Winnenden passiert. Fortschrittliche Konzepte der Medienpädagogik werden nach politischem Gusto gefördert oder der Versenkung preisgegeben.

Einzig die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) wird vom Land herausragend gefördert – ihre Medienmobile dienen der Ausbildung von Multiplikatoren, die laut NLM-Definition lediglich durch Lehrer oder Sozialarbeiter dargestellt werden; bestenfalls noch Jugendleiter. Welchen medienpädagogischen Nachhalt dies an der Basis der Kinder und Jugendlichen erbringt, bleibt unklar, zumal die Zielgruppe, also die Kinder und Jugendlichen, die eigentlichen Multiplikatoren wären.

Dorthin, an diese Basis, gehört eine an der Lebenswelt der jungen Menschen orientierte Medienarbeit. Mit den jungen Akteuren muss auf möglichst freiwilliger, ungezwungener und vor allem durch Schulnoten, unbewerteter Ebene, fachlich versiert gearbeitet werden. Dies schließt die Zugrundelegung von Werten nicht aus, sondern macht sie diskutabel. Kinder und Jugendliche können sich so, unbeeinflusst von Schulnoten, gesellschaftliche Werte aneignen, sie diskutieren und ihre Erkenntnisse, Wünsche und Bedürfnisse auf gekonnte Weise präsentieren.

Dies alles schließt explizit die Kooperation mit Schulen nicht aus. Im Gegenteil: Die (oft kritisierte, mangelnde) “gleiche Augenhöhe” zwischen Schule und Jugend(verbands)arbeit wäre eine wichtige Grundlage der Kooperation.

Wir, als im Norden Niedersachsens agierende, Mobile Medienarbeit wünschen uns, dass die medienpädagogische Rückständigkeit Niedersachsens bald ein Ende hat. Wir fordern die Aufnahme von medienpädagogischen Initiativen und der aktiven Medienarbeit in einen landesweiten Kinder- und Jugendförderplan, der diesen Namen verdient. Projektbezogene Förderungen führen dabei zu einem Dschungel an tollen Ideen, der jedoch kaum eine Nachhaltigkeit entfalten kann, sondern sich aufreibt im permanenten Beantragen neuer Mittel. Eine inhaltliche Arbeit wird dabei zusehens unmöglich!

Posted in Allgemeines, Falken, Förderungen, Medienarbeit, Multiplikatoren/Eltern, Politik, Projekte | Kein Kommentar »

Trickfilm-WorkShop mit Pfadi’s

1. Oktober 2008

Im November veranstalten wir beim “Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder” (BdP) einen StopMotion-WorkShop.

Ziel des WorkShops ist es, die Möglichkeiten der Trickfilmerei näher kennen zu lernen und Nutzungsmöglichkeiten im Rahmen verbandlicher Jugendarbeit –oder allgemeiner: des pädagogischen Wirkens– auszuloten.

Inhalt wird die konkrete Umsetzung eines Trickfilmes von der Idee (die auch schon mitgebracht werden kann) bis zum fertigen Film sein. Zum Einsatz kommt dabei sowohl das Medium Video, oder alternativ die digitale Fotokamera und der Computer. Die Mobile Medienarbeit bedient sich seit einigen Jahren ausschließlich Apple-Computern für die die Trickfilm Software „iStopMotion“ im Einsatz haben. Mittels dieser Anwendung lassen sich (semi-)professionell Trickfilme erstellen, sei es mit Lego-, PlayMobil- oder anderen Spielfiguren oder mit lebendigen Menschen…
Entscheidend ist die Idee und eine gute Planung der Umsetzung. Das Besondere am Trickfilm gegenüber „normalem“ Video ist, dass plötzlich vieles denkbar ist, was in Echtzeit undenkbar wäre… Du kannst schwebend durch den Raum gleiten, Dich auf einem Stuhl im Straßenverkehr bewegen… Deiner Fantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt!

Dies alles bildet den Rahmen unseres bestimmt megaspannenden WorkShops!!!  

Posted in Falken, Medienarbeit, Multiplikatoren/Eltern, Projekte | Kein Kommentar »

Lesung mit Antifaschist Fritz Bringmann am 13.02.2007

14. Februar 2007

Nach langer Vorbereitungszeit konnten wir nun endlich am 13. Februar Fritz und Alice Bringmann, sowie den bekannten Schauspieler Rainer Schmitt in Lüneburg begrüßen.

Die Lesung wurde zusammen mit dem VVN/BdA-Kreisverband Lüneburg und der Ratsbücherei der Stadt Lüneburg veranstaltet und war mit ca. 160 ZuhörerInnen sehr gut besucht und ein großer Erfolg.

Der bekannte Schauspieler und Synchronsprecher Rainer Schmitt, der den Worten Fritz Bringmanns seine Stimme verlieh, machte den Abend zu einem bewegenden und beeindruckenden Rückblick in die Zeit der Barberei des Nazi-Regimes in der Fritz Bringmann durch die Hölle ging und doch durch seine Solidarität und Menschlichkeit so vielen wieder Mut machen konnte.

Fritz war Sanitäter in den KZs Sachsenhausen und Neuengamme, erfuhr dort von den mitgefangenen “Politischen” die Solidarität und humanistische Wertebildung, die er später an viele Weitergeben konnte.

Auch nach 1945 hörte die Verfolgung nicht auf. Die Selben, die schon in der Nazizeit dafür Verantwortung trugen, dass KommnunistInnen und andere verfolgt wurden, saßen schon bald wieder an den Schalthebeln in Behörden und der Polizei. Sie sorgten dafür, dass die Verfolgten des Naziregimes weiter unter Repression standen, kriminalisiert wurden und nicht selten weitere Zeiten in Gefängnissen der jungen BRD verbrachten oder mit Berufsverboten zu kämpfen hatten.

Diese und andere Aspekte konnte Fritz Bringmann in gut einer Stunde bis zum Abschluss der Veranstaltung beleuchten. Dabei faszinierte Fritz, der gerade am 9. Februar seinen 89. Geburtstag feierte, durch seine uneingeschränkte Offenheit, seine präzisen Erinnerungen und seine bejahende, humorvolle Lebenseinstellung. So ist es nicht verwunderlich, dass Fritz nach wie vor beliebter Gesprächspartner in Jugendgruppen und Schulen ist.

Wir möchten uns auf diesem Wege noch einmal bei Fritz und seiner tollen Frau Alice, aber auch bei Rainer Schmitt für diese beeindruckenden und bewegenden Stunden bedanken!!!

 

©2007 Carolin George

Posted in Allgemeines, Falken, Politik | Kein Kommentar »

Vorlesenachmittage bei den Falken

10. November 2006

An insgesamt vier Nachmittagen Ende Oktober, Anfang November 2006 veranstalteten wir Vorlesenachmittage für Kinder ab 4 Jahren. Schnell stellte sich dabei heraus, dass die Kinder große Lust hatten, selbst vorzulesen und nicht nur vorgelesen zu bekommen.

Dabei entwickelten selbst die Kinder, die nicht gewohnt sind regelmäßig zu lesen, einen großen Elan und lasen zum Teil ganze Kapitel aus den Bücher.

Rundum also eine tolle, gelungene Veranstaltungsreihe, die nach Wiederholung schreit.

Posted in Falken | Kein Kommentar »

Skater packen an…

12. Juli 2006

Zurzeit wird die sehr marode Skateanlage des VFL an den Lüneburger Sülzwiesen von jugendlichen Skatern und Bikern wieder in Schuss gebracht. Vor über 2 Jahren ist die Idee entstanden, zusammen mit den Nutzern der Anlage einen Film zu drehen, um auf den beklagenswerten Zustand der fast 10 Jahre alten Skateanlage aufmerksam zu machen.

Der Film, im letzten Jahr von und mit den Jugendlichen gedreht, wurde Ende 2005 an die Stadt Lüneburg geschickt, mit der Bitte, Geld zur Verfügung zu stellen, um die Anlage mit Eigenleistung zu reparieren. Daraufhin gab es mehrere Gespräche mit dem VFL bis jetzt der Startschuss fiel, um endlich anpacken zu können. Die anwesenden Jugendlichen sind mit Begeisterung dabei und können ihr Know How und ihre Wünsche mit einbringen. Begleitet wird die Aktion vom Projekt “Mobile Medienarbeit” der Falken mit fachlicher handwerklicher Anleitung durch Dieter Gerhardt (Die Holzwerker).

>>> Bildergalerie >>>

>>> zum “Landeszeitungs”-Artikel >>>

>>> zum “Hamburger Abendblatt” Artikel >>>

Posted in Falken, Medienarbeit | Kein Kommentar »